In der Industrie, aber auch in der privaten Bautechnik, hat die Verbindungstechnik in den letzten Jahren einen großen Wandel vollzogen. Für viele unterschiedliche Anwendungsbereiche gibt es mittlerweile passende Klebstoffe. Wo früher noch Schrauben, Nieten und Nägel zum Einsatz kamen, kann heutzutage eine fest sitzende Verbindung mit hochmodernen Klebetechniken hergestellt werden. Diese Techniken finden sogar in der Flugzeugindustrie ihre Anwendung. Der Laie kann es sich wahrscheinlich nicht vorstellen, dass einzelne Komponenten eines neuen Flugzeuges mit hochfesten Klebeverbindungen zusammengefügt werden. Die ursprünglich für diesen Bereich häufig eingesetzte Nietverbindung hat schon fast ausgedient. Da kommt sicherlich die Frage auf, ob denn solch eine Verbindung hält, und wie sie den hohen Sicherheitsanforderungen gerecht wird.
Im Bereich des Flugzeugbaus haben Luftfahrtingenieure jahrelange Forschungsarbeit geleistet. Dabei sind die Ergebnisse durchaus zufriedenstellend ausgefallen. Die hohen Sicherheitsstandards in der Luftfahrt wurden eingehalten, die neuen Verbindungstechniken dürfen daher im Flugzeugbau verwandt werden. Hier sind naturgemäß hohe physikalische Kräfte am Werk, die hier eingesetzten Spezialkleber müssen einiges aushalten können. Durch die ebenfalls teils extremen Wetterbedingungen in der Luftfahrt bedarf es auch so genannter dauerelastischer Kleber. Diese kommen an den Stellen eines Flugzeuges zum Einsatz, wo hohe Kräfte einwirken. Würden diese Stellen zu einer starren Verbindung zusammengefügt, wäre ein eventuelles Abreißen der Materialien die Folge.
Deshalb werden in diesem Segment immer mehr die hoch technisierten Klebstoffe eingesetzt. Sie haben nicht nur in technischer Hinsicht viele Vorteile zu bieten. Auch der betriebswirtschaftliche Aspekt ist ein Argument, die Hightech-Kleber verbreitet einzusetzen. Die Lagerhaltung reduziert sich damit auf ein Minimum. Im Gegensatz zu Schrauben etc., benötigen Klebestoffe weit weniger Kapazitäten an Lagerraum.