Es gibt viele Formen der Fugenabdichtung, unter Anderem Mörtel und Klebstoff, aber auch eine elastische Form. Viele Abdichtungsmethoden unterscheiden sich in ihrem Materialpreis und der Schwierigkeit des Auftragens, daher sollte man die richtige Art der Fugenverbindung je nach Einsatz und Anforderung wählen.
Eine dauerelastische Fugenabdichtung erfüllt viele Anforderungen. Sie sollte immer wasserdicht sein und kleine Stöße und Schwingungen zwischen den verbundenen Teilen auffangen und dämpfen können. Daher verwendet man hierfür meistens Silikon. Silikon hat ebenfalls den Vorteil, dass es sich relativ leicht auf die Fuge auftragen lässt. Dafür werden neben der Silikonflasche im Baumarkt auch spezielle Silikonspritzapparate angeboten, mit denen man die Masse sauber in die Zwischenräume auftragen kann. Die Fugen muss man anschließend glätten. Dafür verwendet man idealerweise ein fettlösendes Mittel, meistens handelsüblichen Geschirrreiniger, mit dem man vermeidet, dass die Silikonmasse beim Glätten auf der Glättungsoberfläche haftet. Dieser Vorgang ist relativ einfach zu handhaben, daher kann auch ein Laie mit ein wenig Übung ansehnliche Silikonfugen herstellen, wobei die Qualität der Fuge unter Anderem auch vom Talent und der Erfahrung des Handwerkers abhängt.
Eine dauerelastische Fuge muss ihre Eigenschaften auch dauerhaft behalten. Deshalb darf sie unter keinen Umständen langfristig eine Verbindung mit anderen Stoffen der Umgebung eingehen. Das bedeutet vornehmlich, dass eine dauerhaft elastische Fuge unbedingt wasserabweisend sein muss. Diese Eigenschaft trifft auf fast alle dauerelastischen Werkstoffe zu. Weiterhin muss eine solche Fuge Stöße so dämpfen und verteilen, dass die verbundenen Bauteile sich nicht gegenseitig belasten und zu Schwingungen anregen. Daher müssen sie ein bestimmtes Dämpfungsmaß bei einer definierten Fugengröße garantieren, um Beschädigungen durch Dauerbruch der verfugten Bauteile zu vermeiden.
Eine weitere, sehr wichtige Eigenschaft des Fugenmaterials muss aber auch darüber hinaus unbedingt gewährleistet sein: Es muss ohne Mühe in die Fuge gepresst werden können. Das gilt idealerweise für Werkstoffe, die unter bestimmten Umständen bestimmte Aggregatzustände aufweisen. Silikon beispielsweise wird in Essigsäure gelöst und in den handelsüblichen Tuben luftdicht verschlossen. Somit ist es während des Auftragens der Masse feucht und verformbar. Nach ein bis zwei Tagen verflüchtigt sich die Essigsäure in der Silikonmasse und es verhärtet sich. Dann ist es vollelastisch und dauerhaft nicht mehr verformbar. Während der Trocknungsphase sollte man das Silikon nicht anfassen oder belasten, um Verschiebungen und Abdrücke auf der Fugenoberfläche zu vermeiden.