Unter Licht versteht man im engeren Sinne den Bereich der elektromagnetischen Strahlung, der für das menschliche Auge sichtbar ist. Dies betrifft nur einen kleinen Bereich des elektromagnetischen Spektrums. Im Spektrum vor dem blauen Licht befindet sich die ultraviolette Strahlung, die noch einmal unterteilt wird in UV-A-, UV-B- und UV-C-Strahlung. Sie ist energiereicher als das sichtbare Licht und kann zum Beispiel Sonnenbrand und Hautkrebs verursachen. Im Spektrum hinter dem roten Licht befindet sich der Bereich der Infrarot-Strahlung, der auch als Wärmestrahlung bezeichnet wird. Bei der Absorbtion von UV-Strahlung werden durch die aufgenommene Strahlungsenergie höhere Energiezustände von den angeregten Elektronen erzielt.
In der Erdatmosphäre befindet sich in etwa 11 km Höhe über dem Erdboden die sogenannte Ozonschicht, die aus den sogenannten 3-wertigen Sauerstoffatomen aufgebaut ist. Diese Ozonteilchen hemmen einen Teil der UV-B-Strahlung, sodass diese Strahlung nicht vollständig auf der Erdoberfläche auftreffen kann. Die noch gefährlichere UV-C-Strahlung wird vollständig von der Ozonschicht absorbiert oder reflektiert, sodass beinahe keine Strahlungsenergie auf den Erdboden auftrifft und Pflanzen und Tiere schädigen könnte. Da ein Teil der UV-B-Strahlung auch von der Ozonschicht nicht absorbiert werden kann, werden Organismen durch diese Strahlung beeinflusst. Es gilt in der Wissenschaft als gesichert, dass ohne die Ozonschicht ein Leben auf der Erde nicht möglich wäre.
Um möglichen Verletzungen oder Beschädigung der Haut durch die Sonneneinstrahlung vorzubeugen, haben Textilspezialisten spezielle Faserstoffe entwickelt. Mit so einer Kleidung ist es möglich, die gefährliche UV-B-Strahlung und die UV-A-Strahlung zu hemmen. Das bedeutet, dass diese Strahlung letztlich nicht auf die Haut an den von der Kleidung bedeckten Köperbereichen eindringen kann. Diese Schutzfunktion ist besonders im Sommer sehr hilfreich, um Hauterkrankungen vorzubeugen, weil die Strahlung in dieser Jahreszeit besonders groß ist und sensible Hauttypen leicht schädigen kann.
Der durchdringende Anteil der UV-B-Strahlung und auch die etwas energieärmere UV-A-Strahlung können beim Menschen nicht nur Hautkrankheiten verursachen, sondern auch eine Beschädigung der Netzhaut der Augen bewirken. Um diesen Einflüssen der Strahlung vorbeugen zu können, wurden spezielle Materialien entwickelt, die verhindern, dass die UV-Strahlung die Haut schädigen kann. Um die Augen vor der reizenden Strahlungsenergie zu schützen, wurden Brillengläser mit UV-Schutz entwickelt. Solch ein UV-Schutz war lange Zeit nur in Sonnenbrillen integriert und aufgrund der Verdunklung der Brillengläser möglich. Um einem Sonnenbrand oder dem Hautkrebs oder sogar Hautverbrennungen durch die UV-Strahlung vorzubeugen, gibt es neben den UV-Lotionen und UV-Cremes auch Hosen, Mützen, Socken, Jacken, T-Shirts oder sogar den Badeanzug mit UV-Schutz. Gerade beim Schwimmen wirkt die UV-Strahlung noch einmal etwas stärker durch das Wasser auf der Haut, weshalb ein solcher Badeanzug eine gute Schutzmaßnahme sein kann.