Die Geschichte des Fahrzeugs hat ihren Ursprung in der Eisenbahnfahrt. Durch die Dampftechnologie war der Bau großer Lokomotiven möglich, mit Zügen, so ähnlich wie wir sie heute kennen. Neben den Lokomotiven und Zügen gab es für den Nahverkehr weiterhin das Pferd und die Kutsche. Bald wurden schon die ersten Versuche unternommen, die Technik, wie sie in Lokomotiven verwendet wird, zu miniaturisieren, um die Pferde, die die Kutschen ziehen, durch Motoren zu ersetzen. Aus diesem Grund hatten die ersten Automobile, bis auf die grundlegende Technik, auch wenig gemeinsam mit den heutigen Fahrzeugen. Sie waren im Grunde motorisierte Kutschen. Viele der motorisierten Kutschen waren offen und die meisten Fahrzeuge, die am Anfang der Automobilgeschichte verkauft wurden, waren offene Fahrzeuge, obwohl geschlossene Kutschen durchaus üblich waren. Das Cabrio Fahrzeug gehört also zu den ersten gängigen Fahrzeugklassen.
Eine Fahrzeugklasse kann ihrerseits weitere Fahrzeugklassen umfassen. So gibt es in der Kategorie Cabrio weitere Unterklassen. Der Kübelwagen ist vor allem durch die Wehrmacht bekannt geworden, auch wenn andere Nationen ähnliche Fahrzeuge eingesetzt haben und hat seinen Ursprung in der Militärindustrie. Um leichte Geländefahrzeuge mit möglichst geringem Gewicht herzustellen, wurden Cabrios gebaut, aus denen die Türen entfernt oder durch Stoffplanen ersetzt wurden. Damit die Insassen während der Fahrt nicht herausgeschleudert werden, wurden wannenartige Sitze verbaut, die Kübel genannt wurden und somit zum Namensgeber dieser Fahrzeugklasse wurden. Ein weiteres Beispiel ist der Targa, der ebenfalls eine Unterklasse des Cabrios ist. Bei einem Targa ist es möglich, das Dach des Fahrzeuges herauszunehmen und so zum Cabrio zu machen und wieder einzubauen.
Obwohl die meisten Fahrzeughersteller mit ihrer Produktpalette die meisten gängigen Fahrzeugklassen abdecken, werden einige Firmen vor allem mit bestimmten Fahrzeugtypen in Verbindung gebracht. Das liegt daran, dass einige Fahrzeugfirmen am Anfang ihrer Firmengeschichte sich auf einen bestimmten Fahrzeugtyp spezialisieren mussten oder wollten. Einige Fahrzeughersteller haben sich lange Zeit nur auf bestimmte Fahrzeugklassen spezialisiert, während sie ihr Angebot auf andere Fahrzeugtypen nur sehr spät ausgeweitet haben oder bis heute nur einen bestimmten Markt bedienen, wie den Sportwagenmarkt.
Die Firma Fiat ist vor allem durch seine günstigen Kleinwagen bekannt geworden, obwohl das Unternehmen auch in der Rüstung und Fliegerei tätig war, mit denen man sich in kleinen Gassen bewegen kann, wie sie in historischen Städten in Italien, Deutschland oder anderswo in Europa, zu finden sind, während die Konkurrenz vor allem die Oberklasse mit großen und kostenintensiven Fahrzeugen bedient hat. Während einige Luxushersteller in Deutschland und Amerika auch Kleinwagen in ihre Produktpalette aufgenommen haben, so haben Fiat und deren direkte Konkurrenten ihr Angebot von Kleinwagen mit weiteren Fahrzeugklassen, wie dem Coupe, erweitert. Der Fiat Coupe ist, wie die meisten anderen Coupes auch, ein zweitüriger PKW mit einem sportlichen Äußeren. Ein Coupe ähnelt einer Limousine, ist aber kleiner, was für die Nutzung in der Stadt besser ist und hat ein verkürztes Heck. Ein Coupe war ursprünglich ein Zweisitzer, verfügt aber mittlerweile in der Regel über eine Sitzbank im Fond.